Einleitung: Biologika sind bei schwerer chronischer Rhinosinusitis mit Polypen (CRSwNP) gut etabliert. Die Effekte der verfügbaren Präparate auf die nasalen Symptome unterscheiden sich teilweise stark. Diese Studie untersucht die Gründe und den Therapieerfolg bei Patienten, bei denen ein Wechsel des Biologikums notwendig war.
Methoden: Monozentrische retrospektive Studie zu Patienten mit CRSwNP und Biologika-Therapie mit SNOT Score (0-110 Punkte), nasal polyp score (0-8 Punkte) und Wechsel des Biologikums als primäre Variablen.
Ergebnisse: 68 Patienten konnten im Zeitraum von 2020-2024 erfasst werden, welche bei schwer kontrollierbarer CRSwNP eine Therapie mittels Biologika erhielten, davon waren 49 Patienten für diese Studie auswertbar. 10 Patienten (20,4%) wechselten im Therapieverlauf das Biologikum. Die Wechselgründe waren: 7 Patienten (70%) ausbleibende Beschwerdebesserung, 1 Patient fraglich allergische Reaktion, 1 Patient fraglich Biologika-assoziierte Polyneuropathie und 1 Patientin Schwangerschaft. Sowohl bei den Patienten mit Präparatwechsel, als auch bei Patienten ohne Biologikawechsel ergab sich eine signifikante Reduktion des SNOT Scores (49,7 auf 33,2 mit p 0,035; 53,8 auf 26,78 p <0,0001), sowie des nasal polyp scores (4,6 auf 2,5 mit p 0,008; 4,6 auf 1,9mit p <0,0001) in einem Beobachtungszeitraum von mindestens 6 Monaten. Es ergaben sich keine signifikanten Unterschiede beider Scores zwischen den Patientenkohorten mit und ohne Biologika-Wechsel.
Diskussion: Bei ausbleibender Beschwerdebesserung kann durch einen Wechsel auf ein alternatives Biologikum eine verbesserte Therapiekontrolle resultieren. Es besteht kein Anhalt dafür, dass der erwartete therapeutische Effekt nach einem Therapiewechsel geringer ausfällt als bei initial gewähltem Präparat.
Nein