Der Warthin-Tumor, auch als Adenolymphom bekannt, ist ein gutartiger Speicheldrüsentumor, der fast ausschließlich in der Glandula parotis vorkommt und etwa 5-10 % aller Speicheldrüsentumoren ausmacht. Diese Tumorform tritt vorwiegend bei älteren Erwachsenen, insbesondere Männern im 6. bis 7. Lebensjahrzehnt, auf und weist eine charakteristische papillär-zystische Struktur mit lymphoidem Stroma auf.
Weltweit werden aufgrund des häufigen asymptomatischen Verlaufs und der sehr geringen Entartungswahrscheinlichkeit die meisten Warthin-Tumore mithilfe der "Wait & Scan"-Strategie engmaschig beobachtet. Insbesondere bei älteren Patienten oder solchen mit erhöhtem Operationsrisiko wird ein regelmäßige Nachsorge empfohlen. Eine chirurgische Entfernung erfolgt weltweit in etwa 20-40 % der Fälle, insbesondere bei symptomatischen, schnell wachsenden Tumoren oder wenn der Verdacht auf Malignität besteht.
Es wird der klinische Fall einer 62-jährigen Patientin vorgestellt, welche unter dem zytologisch gestellten Verdacht auf ein Warthin-Tumor eine laterale Parotidektomie erhielt. Postoperativ erfolgte die histopathologische Diagnosestellung eines in toto resezierten epithelial-myoepithelialen Karzinoms. Es folgte eine Revisionsparotidektomie mit Neck dissection. Bei freien Resektionsrändern sowie fehlender lymphogener und distanter Metastasierung wurde die Patientin anschließend in eine engmaschige onkologische Nachsorge eingebunden.
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