Einleitung
Melanome der Schleimhäute der Nase oder Nasennebenhöhlen stellen eine seltene und hochaggressive Tumorentität mit ungünstiger Prognose dar. Die primär chirurgische Therapie mit adjuvanter Bestrahlung und Immuntherapie ist in den meisten Fällen trotz anatomischer Herausforderungen und zu erwartender Funktionseinschränkungen die primäre Behandlungsoption. Dennoch besteht ein hohes Risiko für Rezidive, vor allem für eine systemische Metastasierung.
Material & Methoden
Retrospektive Analyse der Krankheitsverläufe von Patienten mit einem Melanom der Schleimhäute der Nase oder Nasennebenhöhlen, die interdisziplinär an unserem Kopf-Hals-Tumorzentrum behandelt wurden.
Ergebnisse
In der Zeit von Februar 2021 bis November 2024 wurden sieben Patienten behandelt. Sechs Patienten wurden primär chirurgisch behandelt. Ein Patient war initial bereits fernmetastasiert und erhielt keine primäre Resektion. Sechs von sieben Patienten erhielten postoperativ eine Bestrahlung. Alle Patienten erhielten eine Immuntherapie (6 adjuvant/1 primär). Bei drei Patienten wurde in der weiteren Folge eine metachrone Metastasierungen festgestellt und daraufhin die Immuntherapie angepasst. Zwei der drei Patienten erlangten daraufhin eine partielle Remission, die seit über 12 Monaten anhält.
Diskussion
Das lokale Tumorwachstum dieser Tumore erfordert häufig eine primär chirurgische Therapie. Dennoch weisen unsere Daten darauf hin, dass auch Schleimhautmelanompatienten von einer Immuntherapie zu profitieren scheinen.
Nein
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